© lagom - Fotolia.com

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Wintersonnenwende. Es sind die dunkelsten Tage und längsten Nächte des Jahres. Tagsüber ist jeder Sonnenstrahl ein Genuss, eine Streicheleinheit für die Seele. Was feierst du in diesen bewegten Zeiten zu Weihnachten? Das ganze Jahr entfaltet sich in seinen natürlichen Rhythmen und bewegt sich auf seinen Höhepunkt zu. Dann wünschen wir allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr und ziehen uns zurück, um es uns mit unseren Liebsten und den besten Absichten gemütlich zu machen, das Leben zu genießen und uns nahe zu sein.

Das christliche Abendland feiert die Geburt von Jesus von Nazareth. Auch wenn niemand wirklich weiß, wann Jesus geboren wurde, es war auf jeden Fall eine geniale Idee der christlichen Kirche, Christi Geburt mit dem archaischen Mysterienfest der Wintersonnenwende zu verbinden. Der Sohn Gottes, der Licht in die Dunkelheit bringt und die Sehnsucht der Menschen nach dem strahlenden Licht erfüllt. Eine schöne und stimmige Symbolik. Nun bin ich ziemlich sicher, dass Jesus nicht die Absicht hatte, über Jahrtausende angebetet zu werden und den Menschen ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle für ihre Lust und Lebensfreude zu machen.

Ich glaube, es ist eher in seinem Sinne und im Sinne des Großen Ganzen, wenn wir uns unseres eigenen göttlichen Lichtes und unserer Liebe bewusst werden. Wenn wir Frauen uns an unsere urweiblichen Kräfte, an die Weisheit der alten Mysterien und an unsere Göttlichkeit erinnern und so wieder für ein natürliches Gleichgewicht auf dieser Welt sorgen.

Mögen wir uns dieser Tage an unserem eigenen göttlichen Licht erfreuen und unsere Liebe in die Welt strahlen. Mögen wir uns wieder mit der Dunkelheit anfreunden, denn sie ist heilsam und heilig wie das Licht. Mögen wir uns nahe sein und das göttliche Licht in allen Wesen erkennen. Wir können uns und die Erde heilen, wenn wir uns in den natürlichen Fluss des Lebens entspannen.